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... aus der Presse:

Herr der Zahlen

Stefan Schreieder (20) ist im Finale des Bundeswettbewerbs Mathematik

 

 
Schwarz auf weiß hat es Stefan Schreieder in der Hand: Er zählt zu den besten Nachwuchsmathematikern des Freistaats. (Foto: Popp)




Pleiskirchen. Stefan Schreieder hat es geschafft: Der 20-jährige Pleiskirchner qualifizierte sich beim Bundeswettbewerb Mathematik für die Finalrunde. Im Februar tritt er gegen die 87 besten Teilnehmer aus ganz Deutschland an.
Nach bestandener erster Runde erhielt der Schüler die nächsten Aufgaben ausgerechnet während seiner Abiturzeit am König-Karlmann-Gymnasium Altötting - etwa zehn Tage vor der mündlichen Prüfung, dem Colloquium, im Fach Deutsch.
Einsendeschluss war zwar erst im September, aber der begeisterte Nachwuchsmathematiker wollte die Aufgaben zumindest schon einmal anschauen und ein wenig herumprobieren. Das tat er auch. „Doch dann hat es mich so gefesselt, dass die Deutschprüfung in den Hintergrund geriet“, sagt er.
Zu bearbeiten waren Aufgaben aus den unterschiedlichen Bereichen der Elementarmathematik. Bei einer ging es beispielsweise darum, eine Gewinnstrategie für ein vorgegebenes Spiel zu ermitteln. Und das Schwierigkeitsniveau war durchaus hoch. „Das ist bereits Hochschulmathematik, die da zu bearbeiten ist“, sagt Günther Popp, der ehemalige Mathelehrer von Stefan Schreieder.
Insgesamt hat der angehende Abiturient rund 100 Stunden seiner Freizeit in diese Runde investiert. „Zwei Tage vor dem Colloquium bin ich glücklicherweise fertig geworden und konnte mich noch vorbereiten“, sagt er. Seinem Abiturschnitt hat die „Fleißaufgabe“ dennoch nicht geschadet. Er schloss seine Schullaufbahn mit der Note 1,1 ab. Momentan leistet Stefan Schreieder seinen Zivildienst in der Fachklinik Annabrunn ab. Anschließend möchte er studieren - Mathematik an der LMU München.
Sein Engagement beim Mathematikwettbewerb zahlte sich jedenfalls aus. Er ist einer der 88 Jugendliche, die sich fürs Finale auf Bundesebene qualifizierten. 23 von ihnen kommen aus Bayern.
Bereits im Dezember fand für die bayerischen Finalisten eine Preisverleihung im Ehrensaal des Deutschen Museums in München statt. Dort gratulierte auch Kultusminister Siegfried Schneider den Nachwuchsmathematikern zu der Ausdauer und Zähigkeit, die sie bewiesen hätten.
Erneut wird diese am 11. und 12. Februar in Schmitten im Taunus auf die Probe gestellt - bei der dritten und letzten Wettbewerbsrunde. „Groß vorbereiten kann man sich darauf allerdings nicht mehr“, sagt Stefan Schreieder. Denn statt Aufgaben erwartet die Teilnehmer dort ein einstündiges Fachgespräch mit einem Universitätsprofessor und einem Mathematiklehrer.
Als Lohn für das Bestehen der Endrunde winken neben dem Titel Bundessieger die Aufnahme in die Studienstiftung des deutschen Volkes, freier Zugang zu jedem Studienfach, ein Stipendium, vielfältige Unterstützung im Studium sowie Zugang zu verschiedenen Kreisen von Mathematiktalenten.
Die Wahrscheinlichkeit auf einen Erfolg im Finale schätzt der Pleiskirchner aber als gering ein. „Unter den Teilnehmern sind sicher noch bessere als ich“, gibt sich der 20-Jährige bescheiden.
Am König-Karlmann-Gymnasium zählt Stefan Schreieder jedenfalls zu den besten Mathematikern. Denn neben ihm qualifizierten sich bisher erst zwei Schüler für die Endrunde des Bundeswettbewerbs: Bernd Leifheit (Abiturjahrgang 1987) und Andreas Winter (Abiturjahrgang 1990). Letzterer wurde dreimal Bundessieger und arbeitet heute als Professor für Mathematik an der Universität Bristol in England.

(ANA vom 12.01.2008)

 

Erstmals zwei Altöttinger an Elite-Akademie


Andreas Stocker (24) und Andreas Ostermaier (23) sind zwei von nur 30 aufgenommenen Studenten aus ganz Bayern


 

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Studieren an der Elite-Akademie: Andreas Stocker . . .





Altötting (sh). „Eine Herausforderung im besten Sinne“ - so kennzeichnet der Bayerische Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber die Bayerische Elite-Akademie. Die Einrichtung, die von der bayerischen Wirtschaft in Zusammenarbeit mit den Universitäten getragen und von der Staatsregierung ideell unterstützt wird, gibt es seit 1998. Mittlerweile ist der sechste Jahrgang gestartet. Unter den 30 berücksichtigten Studenten sind erstmals auch zwei Altöttinger: Andreas Stocker und Andreas Ostermaier.
Für die beiden, die an der Universität Passau für den Diplom-Studiengang „Sprachen, Wirtschafts- und Kulturraumstudien“ eingeschrieben sind, kam die Berücksichtigung „absolut überraschend“, wie sie übereinstimmend versichern. Der Grund: Nur ein Bruchteil derer, die potenziell an der Akademie aufgenommen werden könnten, schaffen es tatsächlich. Das Auswahlverfahren sei „sehr streng“. Denn immerhin die zehn besten Prozent aller in Bayern Studierenden - berücksichtigt werden dabei die Abiturnote und das Ergebnis des Vordiploms - haben grundsätzlich die Chance. Sie werden angeschrieben und können sich online bewerben. Aus dem Kreis derer, die dies tun, wird eine erste Vorauswahl getroffen. Dann folgt die nächste Runde, eine schriftliche. Beigefügt werden müssen unter anderem ein Aufsatz sowie ein Gutachten eines Dozenten oder Professors. Wer weiter im Rennen bleibt, muss sich in einem Assessment-Center beweisen. Getestet werden Fachwissen, Sozialkompetenz, wirtschaftliches Interesse, Belastbarkeit und der Wille, Verantwortung und Führungsaufgaben zu übernehmen. Nur die Hälfte der 60 Kandidaten schaffte dies heuer - darunter auch Stocker (24) und Ostermaier (23).
Ziele der Bayerischen Elite-Akademie sind Persönlichkeitsbildung und Förderung von Führungsfähigkeiten für Studierende aller Fachrichtungen. Speziell sollen sie geschult werden im ergebnisorientierten Handeln und
 

Studienbegleitende Fördermaßnahme

Planen im Team, in der Steigerung der interkulturellen Handlungskompetenz, in der Integration und Motivation von Menschen, im Systemverständnis und Querschnittsdenken, im Erkennen innovativer Ideen sowie in der Verbesserung von Medienkompetenz und Präsentationstechniken. Gefördert werden soll zudem der Mut zu Entscheidungen und zur Übernahme von Verantwortung.
Insgesamt zwei Jahre lang dauert dieses studienbegleitende Förderprogramm. Während der Semesterferien gibt es eine so genannte Präsenzphase an der IHK-Akademie in Westerham bei München, die jeweils vier Wochen lang dauert. Auf dem Stundenplan stehen dann Seminare und Vorträge mit hochrangigen Dozenten, Diskussionen, Workshops, Management, Ethik in der Wissenschaft und mehr. Bei so genannten Kaminabenden schwindet dann die Distanz zu Führungskräften aus Wirtschaft und Politik: In lockerer Atmosphäre treffen die Akademie-Studenten beispielsweise mit Prof. Dr. Bert
 

Persönliches Gespräch mit Koryphäen

Rürup oder mit Prof. Dr. Ernst Pöppel, einem der weltweit führenden Gehirnforscher, zusammen und haben Gelegenheit, sich persönlich mit diesen Koryphäen zu unterhalten.
Weiter gehören zum Förderprogramm das Anfertigen von Projektarbeiten - im Falle des Jahrganges, dem Stocker und Ostermaier angehören, zum Thema „Humankapital“. Einem jeden Studenten wird zudem ein Mentor zugeteilt - einer der bekanntesten davon ist Prof. Dr. Claus Hipp.
Andreas Stocker und Andreas Ostermaier, die beide - 1999 bzw. 2000 - am König-Karlmann-Gymnasium ihr Abitur gemacht haben, sehen in der „bei der Wirtschaft sehr anerkannten“ Akademie auch eine große Chance für das Berufsleben. Sie absolviert zu haben, könne Türen öffnen, zumal das Top-Management vieler Firmen - darunter Branchenriesen wie Siemens, EON und BMW ebenso wie mittelständische Betriebe - selbst an der Einrichtung beteiligt sei.
Ihre beruflichen Ziele haben die zwei angehenden Kulturwirte, die beide in voraussichtlich zwei Jahren mit dem Studium fertig sein werden, noch nicht konkret formuliert. Die Richtung scheint jedoch klar: eine übergeordnete Managementfunktion in einem international agierenden Unternehmen. Stocker strebt nach einer „Schnittstellentätigkeit“ zwischen Deutschland und Russland, Ostermaier nach einer ebensolchen zwischen Deutschland und Frankreich.
Den Begriff „Elite“ im Zusammenhang mit der Akademie hören Andreas Stocker und Andreas Ostermaier übrigens gar nicht so gerne. Zu sehr sei das Elite-Verständnis im herkömmlichen Sinne mit einer negativen Konnotation behaftet. Tatsächlich sei Elite nicht mit einem Statusbegriff, mit einer Zuschreibung, die ein für alle Mal gilt, gleichzusetzen. Vielmehr stehe Elite für den immer wieder unter Beweis zu stellenden Willen, sich verantwortlichen Aufgaben zu stellen und in die Gesellschaft hineinzuwirken.

(ANA vom 24.5.04) 

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